der kardinalfehler




Akkurat dem hochehrwürdigsten Kardinal Kerzl reißt es bei der Stadioneinweihung den halben Schädel weg. Als ob der was dafür könnte. Wofür? Das will die bildhübsche Lokalredakteurin Jasmin herausfinden. Vielleicht hat es ja was mit der Heiligsprechung der Heilinger Kathl, der komatösen Wunderheilerin aus Randsperg zu tun. Oder mit dem profilneurotischen Doktor Saibling, der seinen Jagdtrieb zu gleichen Teilen als halalibrünftiger Waidmann und als allzeit bereiter Schürzenjäger befriedigt. Oder mit dem über die Maßen kinderlieben Bürgermeister Waginer. Oder mit der enterbten, radikalgläubigen Schnapsdrossel Baronin von Hohlts. Oder mit dem Notz Hans, der ja schon mal halb Randsperg massakriert hat. Oder kann er doch was dafür? Der Kerzl.
Wie “der Verein, der metzger und der tod” handelt auch “der kardinalfehler” im wenig beschaulichen Städtchen Randsperg. Fast ein Wunder, weil ja im ersten Roman nur eine Handvoll Dreckhammel mit dem Leben davongekommen ist. Aber dass in Randsperg mehr Wunder geschehen als sonstwo, ist eh klar. Da was drüber schreiben Ehrensache. Gleichermaßen Ehrensache für hangover, das Buch mittels wundervoll wundersamer Illustrationen auch für Analphabeten, Leseverweigerer und Literaturhasser zum prallen Lustobjekt einer nicht mehr zügelbaren Rezeptionsbegierde zu erheben.

Leseprobe:




Schon was los los im Hirn vom Doktor Saibling.